Vom Leben zwischen «Tick und Tack»

«S änere Tal»

Das Industriemuseum Waldenburgertal IMW hat im November 2018 die interessierte Bevölkerung zum Besuch in den Museumspavillon nach Niederdorf geladen. «Ehre, wem Ehre gebührt» war das Motto des diesjährigen Events und geehrt wurden die «Uhregrübler der guten alten Zeit» nach «Müsterli» des Walter F. Meyer – auch noch unter dem Synonym WM bekannt. WM hatte in seiner Jugendzeit das Leben zwischen «Tick und Tack» wohl hautnah miterlebt und in seinem 1994 erschienen Taschenbuch für die Nachwelt erhalten.

Wir haben diese Geschichten für einmal in Form von Sketchs aufgearbeitet und das versierte Trio Ruedi Renz, Brigitte Sutter und Roland Kurz hat sie theatralisch hautnah zum Besten gegeben und das zahlreich erschienene Publikum damit auf spassige Art und Weise unterhalten. Die 80-minütige Veranstaltung war ein Mix aus Vorlesung, Theater und der Erzählung von Remigius Suter über eine schon 1754 in Langenbruck tickende Wanduhr, deren 264-jährige Reise um die halbe Welt auch aktenkundig ist und heute immer noch weiter tickt.

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Den Schlusspunkt der vier Vorführungen bildete jeweils ein speziell für den Anlass getextes Liedchen nach der Melodie eines Evergreens aus der Berner Mundartszene.

S änere Tal

(Melodie nach Span; Lauenesee)

 

I weiss no guet, in de Laube z’Wollb’g han ich grüblet

Vom Morge früh und bis am Obe, au z’Nacht

Mit Saridon han ich‘s chönne vergässe

Und im Leue am Stammtisch bim Bier.

 

Tick und tack – has ghört, dass ich bald uuf muess

Schnäll zrugg, zu dr Unruh vo dr Zyt

Ganz elei mit em Chopf voll Gedanke

Hock ich wieder uf mim Uhrmacherstuehl.

 Refrain:

Immer, wenn i wieder dra dänke

An Micro, Zeiger und Rad

Jo denn merk ich, wie guet dass es doch gsi isch

Bim Grüble, im änere Tal – wär weiss,

E mänd gieng i nomal – wo hi – in’s änere Tal.